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Flyer Strafprozess H&K.JPGBild: ORL

pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Einladung zur Mahnwache: Beginn des Heckler&Koch-Strafprozesses in Stuttgart

15. Mai 2018 – 08:00 Uhr , Landgericht Stuttgart, Olgastraße 2

"Andere retten Leben. Wir helfen töten. Heckler & Koch."

Mehr als acht Jahre nach Erstattung der Strafanzeige durch Jürgen Grässlin und Holger Rothbauer beginnt nun endlich der Heckler & Koch-Prozess. Der Vorwurf: Von 2006 bis 2009 sollen tausende G36 sowie Zubehörteile wissentlich in mexikanische Bundesstaaten geliefert worden sein, für die keine Exportgenehmigungen existierten. Die Anklage lautet: Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz.

In der Nacht vom 26. auf den 27. September 2014 starben in Iguala im mexikanischen Bundesstaat Guerrero sechs Menschen, als Lehramtsstudenten von Polizeikräften und weiteren bewaffneten Gruppen angegriffen wurden. 43 Studenten fielen der Praxis des »Verschwindenlassens« zum Opfer. Vor Ort wurden nachweislich auch Gewehre des bei Heckler & Koch produzierten Typs G36 sichergestellt, die gemäß der offiziellen Genehmigungen nie nach Guerrero hätten gelangen dürfen.

Die traurige Realität ist: Mit Lieferungen nach Mexiko hat Heckler & Koch Verbrechen wie in Iguala billigend in Kauf genommen. Dies taten auch die Bundesregierung und die Kontrollbehörden, indem sie Menschenrechtsverletzungen in Mexiko als ein begrenztes Problem bestimmter Bundesstaaten behandelten und Kleinwaffenexporte in andere Teile des Landes erlaubten. Ein unsäglicher Vorgang, der zum Scheitern verurteilt war. Schließlich ist erwiesen, dass Waffen nicht einmal vor Staatsgrenzen Halt machen.

Wir fühlen uns den vielen Opfern dieser skrupellosen Geschäftspraxis sowie 
skandalösen Exportpolitik und ihren Angehörigen verbunden und möchten 
ihrer am 15. Mai 2018 gedenken. Wir laden dazu ein, unserer Mahnwache 
und anschließend der ersten öffentlichen Verhandlung beizuwohnen.

Zu den Veranstalter*innen zählt neben Ohne Rüstung Leben auch die "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!", die von pax christi mitgetragen wird.
 

Zeiten

  • 15. Mai 2018 – 08:00 Uhr

Adresse

  • Landgericht Stuttgart, Olgastraße 2